Ausgabe: Winter 05 / 06

Allgemeiner Immobilienmarkt

Wohnraumbedarf steigt
bis 2030
Ist die Grundsteuer
verfassungswidrig?
Rund 107 Mrd. Euro
schwer ...
Deutschland ist reich
Bauzinsniveau im
Dauertief

Finanzierung | Recht | Steuern

Steuervorteile für
Denkmalhäuser
Renditeangaben richtig
beurteilen
Kein Wechsel des
Abschreibungsverfahrens
Bauhandwerkersicherheit
nicht für Rodungsarbeiten
Staatliche Förderung beim
Bausparen

Mieten | Pacht | Verwaltung

Vertragsergänzung per
Brief mit Unterschrift
Unbeliebte Müllbehälter
Keine Parabolantenne
bei ausreichendem
Kabelangebot

Kosten einer Dachrinnen-
reinigung umlagefähig
Pauschale Kritik
vergeblich
Gartenhaus in
Wohnanlage

Zahlen | Preise | Neues

Die richtige Zinsbindung
Gefragt: Städtische
Standorte
Wer jetzt kauft,
profitiert dreifach …
Deutsche halten ihre
Häuser in Schuss
Energiepreise steigen
weiter
Elternunterhalt:
Immobilien bleiben
außen vor

Renditeangaben richtig beurteilen

Wer Anzeigen und Werbeunterlagen für Kapitalanlagen studiert, stößt unweigerlich auf Aussagen zur Rendite. Oftmals wird mit Zukunftsprognosen argumentiert, die manch einem Leser spanisch vorkommen, wenn er an sein 1,5-Prozent-Sparkonto denkt. Helfen können einfache Renditeberechnungen, die schnell erstellt sind und echte Vergleiche zulassen. Erst bei langfristigen Entwicklungen kann es zu Abweichungen kommen. Wir stellen Ihnen zwei Berechnungsformeln vor, die einen objektiven Vergleich mit anderen Angeboten ermöglichen:

/ TIPP:

Beispiel: Eine vermietete Eigentumswohnung kostet 200.000 Euro. 20.000 Euro müssen für den Notar, die Eintragsgebühren, die Grunderwerbsteuer und den Makler ausgegeben werden. Die eingenommene Netto-Kaltmiete liegt bei 11.000 Euro, die Verwaltungskosten machen 600 Euro aus und die Rücklage beträgt 1.200 Euro.

Die so genannte Bruttomietrendite zeigt das Verhältnis zwischen Mieteinnahme und Kaufpreis auf. Ausgangswert ist die Netto-Kaltmiete ohne Betriebs- und Heizungskosten. Der Jahreswert wird durch den Kaufpreis ohne Kaufnebengebühren geteilt. So sieht die Berechnung für die Bruttomietrendite aus:
Netto-Kaltmiete 11.000 Euro : Kaufpreis 200.000 Euro x 100 = 5,50%.
Das ist ein guter Wert, denn in der Ausgabe 4/04 von „FinanzTest“ wird im Schnitt für vermietete Eigentumswohnungen eine Bruttomietrendite 4% bis 5% genannt.

Bei der Ermittlung der Nettomietrendite werden die Kaufnebenkosten und die Kosten, die man nicht auf die Miete umlegen kann, zusätzlich in Anrechnung gebracht. Bei Eigentumswohnungen sind das zum Beispiel die Verwaltergebühr und die Instandsetzungsrücklage. Und so sieht die Berechnung aus:
Mietreinertrag 9.200 Euro : Investitionskosten (Kaufpreis plus Kaufnebenkosten) 220.000 Euro x 100 = 4,18%.


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