Mit dem Jahreswechsel mussten sich viele Bürger auf Neues einstellen. Zu einigen Änderungen finden Sie zusätzliche Details auf anderen Seiten dieser Ausgabe. Die Eigenheimzulage ist endgültig abgeschafft, und Neu-regelungen treten in Kraft, so die Abschaffung der degressiven Abschreibung für Neufälle bei Mietgebäuden zu Gunsten einer pauschalen Abschreibung von zwei Prozent jährlich über 50 Jahre. Private Steuerberaterkosten sind künftig nicht mehr abzugsfähig. Verschont bleibt dagegen der Werbungskostenabzug, wenn der Steuerberater zur Ermittlung von Einkünften aus Vermietung und Verpachtung oder von Kapitalerträgen tätig wird. Eigenheimbesitzer können künftig einen Teil ihrer privaten Aufwendungen für Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen von der Einkommenssteuer abziehen. Erst für den 1.1.2007 ist geplant, die 20-prozentige Pauschalsteuer auf private Veräußerungsgewinne bei Mietimmobilien und Wertpapieren einzuführen. Die Spekulationsfristen sollen dann entfallen. Das gescheiterte Antidiskriminierungsgesetz wird infolge der EU-Antidiskriminierungsrichtlinie unausweichlich kommen voraussichtlich in entschärfter Form. Auch die Reform des Wohnungseigentumsgesetzes steht an. Im Jahr 2006 werden nun auch Eigentümer von bestehenden Gebäuden verpflichtet, einen Energiepass anfertigen zu lassen. Am 31.12.2006 endet die Übergangsfrist zum Austausch von Heizkesseln, die vor dem 1.10.1978 installiert worden sind. Bis zu diesem Termin sind auch Warmwasser- und Heizungsrohre in unbeheizten Räumen und zugängliche oberste Geschossdecken beheizter Räume mit Wärmedämmung zu versehen. Außerdem verpflichten immer mehr Bundesländer Eigentümer, ihre Wohnungen mit Rauchmeldern auszustatten. Verteuerungen sind ab 1.1.2007 durch die geplante Erhöhung der Mehrwertsteuer von 16 auf dann wohl 19 Prozent zu erwarten.