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Stadtplanung: Umdenken gefordert

Die alten, gewachsenen Städte prägen die Lebenskultur in Deutschland: Sie vereinbaren Wohnen, Arbeiten und Handel auf engem Raum.
Stadtplaner schlagen Alarm: Deutschlands Innenstädte veröden immer mehr. Ein Grund ist, dass großflächiger Handel auf die grüne Wiese ausweicht und damit den Innenstädten Kaufkraft entzieht. In der Folge wird das städtische Angebot nicht mehr angenommen, die Besucherfrequenz sinkt und damit nach und nach auch die Qualität des Angebots. Käufer wollen mit dem Auto dicht an Geschäfte heran fahren können, auf kleinstem Raum ein vielfältiges Angebot vorfinden und vergleichen können. Mit diesen Wünschen werden die Vorort-Einkaufszentren begründet. Aber Logik hin oder her schon jetzt gibt es Innenstädte, die zu verwahrlosten Gebieten verkommen sind. Es ist richtig, jetzt umzudenken, fordert der Frankfurter Städteplaner Prof. Martin Wentz. Die Ansiedlungspolitik der Kommunen müsse völlig neu durchdacht werden. Statt kleiner Verkaufsflächen für Supermärkte müssen auch 800 m2 genehmigt und die Bedingungen für innerstädtische Handelszentren verbessert werden. Die üblichen Konzepte verlieren ihre Gültigkeit. Eine Antwort könnten besucherfreundliche Innenstädte mit einer modernen Handelsstruktur sein, die die Städte wieder lebendig und lebenswert machen.

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